Liebes Publikum,


wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse an unserem digitalen ECLAT Festival und über sehr viel schönes und motivierendes  Feedback!

 

Unser Dank gilt auch allen beteiligten Künstler*innen dafür, dass sie die digitalen Formate angenommen und etwas ganz Neues entwickelt haben, dass das analoge Bühnenerleben nicht ersetzt, sondern ihm etwas Eigenständiges gegenüberstellt. Unseren Kommunikationsdesignern, Filmregisseuren, Ton- und Bühnentechnikern danken wir herzlich für die kreative Umsetzung unserer Idee, ein digitales ECLAT Festival zu erfinden, das Ihnen ein umfassendes, interessantes Festivalerlebnis ermöglicht hat.

 

Der umfangreiche Belarus-Schwerpunkt von ECLAT 2021 mit dem Film „Echoes. Voices from Belarus“, der Ausstellung „Belarus – der Weg zu sich selbst“ und dem Film „Practices of Subordination“ von Sergey Shabohin und Christoph Ogiermann ist über unser Portal stets frei für Sie zugänglich.

 

Auch die beiden Konzerte von SWR2 JetztMusik in ECLAT mit dem SWR Vokalensemble und dem SWR Symphonieorchester können Sie Dank Ihres Rundfunkbeitrags weiterhin kostenfrei erleben.

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse! Wenn Sie Fragen haben oder Feedback geben wollen, schreiben Sie bitte an:

musik@mdjstuttgart.de

 

Ihre Christine Fischer und das ganze ECLAT Team

Biografie

Odeh-Tamimi

Deutsch

Die Musiksprache von Samir Odeh-Tamimi (*1970, Jalijulia / Tel Aviv, Israel) ist in seiner Auseinandersetzung mit westeuropäischer Avantgarde und arabischer Musikpraxis verankert. Begeistert von sowohl der europäischen Klassik als auch der Ästhetik der Neuen Musik, kam der Komponist im Alter von 22 Jahren nach Deutschland und studierte Musikwissenschaft und Komposition. Neben der Beschäftigung mit kompositorischen Vorbildern wie Giacinto Scelsi und Iannis Xenakis fand er in dieser Zeit auch zu einer Auseinandersetzung mit der Musikkultur seines Herkunftslandes zurück.
Inzwischen sind Samir Odeh-Tamimis Werke bei renommierten Festivals zu hören und er erhielt Kompositionsaufträge unter anderem vom Deutschlandfunk, dem Saarländischen Rundfunk, den Donaueschinger Musiktagen, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau, dem WDR und dem Bayerischen Rundfunk/musica viva. 2010 wurde sein Musiktheaterwerk „Leila und Madschnun“ bei der Ruhrtriennale in Bochum uraufgeführt. Im Rahmen des vom Ensemble Modern und dem Siemens Arts Program in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut initiierten Projektes „into Istanbul“ komponierte er 2008 ein von einem Aufenthalt in der türkischen Millionenstadt inspiriertes Ensemblewerk. Auch mit dem Boulanger Trio sowie mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit: So besuchten die Sänger im Rahmen einer Auftragskomposition für das Eclat-Festival 2014 Samir Odeh-Tamimis Elternhaus bei Tel Aviv und lernten dort die musikalischen Wurzeln des Komponisten kennen.
Sein Oratorium „Hinter der Mauer“, beauftragt vom RIAS Kammerchor anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung, war nach der Berliner Uraufführung in Jerusalem und Dresden zu hören. Im Jubiläumskonzert des SWR anlässlich des 500. Reformationsjubiläums wurde das Werk „Gidim“ für Orchester und Elektronik aus der Taufe gehoben, das sich mit sumerischen Toten-Ritualen beschäftigt. Im Oktober 2018 brachte das Stuttgarter Kammerorchester das Violakonzert „Šamaš“ zur Uraufführung, benannt nach dem Sonnengott der babylonischen Mythologie. Schon 2016 beauftragte ihn das Brüsseler Klarafestival mit einem Intermezzo für eine inszenierte Version von Bachs Johannes-Passion unter der Regie von Pierre Audi. „L’Apocalypse Arabe I“, eingebettet in die beiden Teile der Passion, basiert auf Texten der libanesischen Dichterin Etel Adnan und wurde 2017 im Muziekgebouw Amsterdam sowie 2018 an der Opera Rouen wiederaufgeführt. Für das Festival d’Aix-en-Provence arbeitet Samir Odeh-Tamimi derzeit an einer Weiterentwicklung des Werkes zu einem abendfüllenden Musiktheater, das 2021 zur Uraufführung kommen wird.
Für die Neuen Vocalsolisten und das Zafraan Ensemble entsteht zudem, inspiriert von der Tragödie des Sophokles sowie von André Gide und Heiner Müller, das Musiktheater „Philoktet“. Weiter geht es mit einem kollektiven Musiktheater-Projekt, präsentiert im April 2021 bei der Münchener Biennale.

 

English

The musical language of Samir Odeh-Tamimi (*1970, Jalijulia / Tel Aviv, Isreal) is rooted in his engagement with Western European avant-garde and Arabic musical practice. Inspired by both European classical music and new music aesthetics, the composer came to Germany at the age of 22 to study musicology and composition. In addition to studying compositional models such as Giacinto Scelsi and Iannis Xenakis, during this time he also returned to an engagement with the musical culture of his country of origin.
In the meantime, Samir Odeh-Tamimi's works can be heard at renowned festivals and he has received commissions for compositions from, among others, Deutschlandfunk, Saarländischer Rundfunk, Donaueschinger Musiktage, European Center for the Arts Hellerau, WDR and Bayerischer Rundfunk/musica viva. In 2010, his music theater work Leila und Madschnun premiered at the Ruhrtriennale in Bochum. In 2008, he composed an ensemble work inspired by a stay in the Turkish metropolis as part of the project into Istanbul initiated by Ensemble Modern and Siemens Arts Program in collaboration with the Goethe-Institut. He also has close ties with the Boulanger Trio and the Neue Vocalsolisten Stuttgart: as part of a commission for the Eclat Festival in 2014, the singers visited Samir Odeh-Tamimi's childhood home near Tel Aviv, where they became acquainted with the composer's musical roots.
His oratorio Hinter der Mauer, commissioned by the RIAS Kammerchor on the occasion of the 20th anniversary of German reunification, was heard in Jerusalem and Dresden after its Berlin premiere. The work “Gidim” for orchestra and electronics, which deals with Sumerian rituals of the dead, was launched in the SWR's anniversary concert on the occasion of the 500th anniversary of the Reformation. In October 2018, the Stuttgart Chamber Orchestra premiered the viola concerto “Šamaš”, named after the sun god of Babylonian mythology. Back in 2016, the Brussels Klarafestival commissioned him to write an intermezzo for a staged version of Bach's St. John Passion, directed by Pierre Audi. “L'Apocalypse Arabe I”, embedded in the two parts of the Passion, is based on texts by Lebanese poet Etel Adnan and was revived at the Muziekgebouw Amsterdam in 2017 and at Opera Rouen in 2018. For the Festival d'Aix-en-Provence, Samir Odeh-Tamimi is currently working on a further development of the work into a full-length musical theater, which will be premiered in 2021.
For the Neue Vocalsolisten and the Zafraan Ensemble, the music theater “Philoktet” is also being created, inspired by the tragedy of Sophocles as well as by André Gide and Heiner Müller. It continues with a collective music theater project, presented in April 2021 at the Munich Biennale.

Behind The Scenes

Veranstaltungen

03. Februar
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ECLAT Konzert 2: Preisträgerkonzert zum 65. Kompositionspreis* der Landeshauptstadt Stuttgart

ECLAT Konzert 12: Maria Kalesnikava (Belarus) erhält den Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum-Stiftung